Die Firma Beuerlein hat zur geplanten Deponie einen Informationscontainer aufgestellt. Hier können sich Bürger auf Infotafeln informieren. Weitere Informationen zur geplanten Deponie Helmstadt wurden uns von der Firma Beuerlein zur Verfügung gestellt.

1. Grundlagen:
Die Firma Beuerlein betreibt auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei Wander seit 2011 die Tongrube Helmstadt mit angeschlossener Recyclinganlage. Neben dem Abbau von Ton und der anschließenden Wiederverfüllung der Abbaugruben dienen die überdachten Hallen der Recyclinganlagen zur Zwischenlagerung und Aufbereitung regional anfallender mineralischer Abfälle (Boden / Bauschutt / Gleisschotter). Ziel der Recyclinganlage ist es, die Abfälle mit modernster Technik bestmöglich aufzubereiten und dem Wirtschaftskreislauf zurückzuführen. Hierdurch werden wertvolle natürliche Ressourcen (Sand, Kies und Schotter) geschont.
Neben dem Standort Helmstadt betreibt die Firma Beuerlein in den Landkreisen Würzburg und Schweinfurt weitere Steinbrüche, Recyclinganlagen und Deponien, sowie Sand- und Kiesgruben.

Die Firma Beuerlein mit Ihren ca. 150 Mitarbeitern ist im Erdbau, in der Gewinnung und Aufbereitung von Rohstoffen und in der Verwertung und Beseitigung von mineralischen Abfällen tätig.
Zu unseren Auftraggebern gehören sowohl öffentliche Stellen wie Gemeinden, Städte und staatliche Bauämter, als auch Privatleute und Unternehmen.
Regionale Baustellen sind zur Vermeidung langer Transportwege und Stillstands-Zeiten aufgrund begrenzter Lagerflächen darauf angewiesen, dass mineralische Abfälle kurzfristig abtransportiert und in räumlicher Nähe verwertet werden können.  
Aktuell stehen wir zunehmend vor der Herausforderung, dass der regional verfügbare Deponieraum immer weiter abnimmt.  Aus diesem Grund sind wir gezwungen, Abfälle für deren Entsorgung teilweise über weite Strecken zu transportieren. Neben dem enormen logistischen Aufwand führt dies zu einem vermehrten LKW-Aufkommen inkl. der damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
Zur Entlastung der Menschen und der Umwelt wollen wir Abfälle regional entsorgen. Aus diesem Grund wurde auf dem Gelände der heutigen Tongrube der Betrieb einer Deponie der Deponieklasse 1 (DK 1) beantragt.
 
2. Deponieplanungen:
Die derzeit schon gültige Genehmigung der Tongrube Helmstadt erlaubt die Wiederverfüllung der Tongrube gemäß Bayerischen Leitfaden zur Verfüllung von Gruben und Brüchen bis zu den Zuordnungswerten Z2.
Im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens soll die bestehende Genehmigung auf den südlichen Erweiterungsgrundstücken insoweit geändert werden, dass wie bisher ausschließlich mineralische Abfälle verfüllt werden dürfen, zukünftig jedoch bis zur Deponieklasse DK1.
Die jährliche Verfüllmenge beträgt ca. 120.000t/a mit einer prognostizierten Verfülldauer von ca. 20 Jahren.
Die Deponie wird sich nach Fertigstellung reliefharmonisch in die Landschaft einbinden.

3. Verfüllmaterial
Zur Deponierung vorgesehenes Material:

  • DK I-Material (gemäß Deponieverordnung): gering belastete Bau- und Abbruchabfälle wie z.B. Beton, Ziegel, Fliesen, Keramik, Steine, Baggergut, Gleisschotter
  • Freiwilliger Verzicht auf Abfälle, die Asbest und künstliche Mineralfasern enthalten sowie Abfälle aus dem Rückbau von Kernkraftwerken

Die Verfüllmassen der zukünftigen DK 1 Deponie werden aus regionalen Baustellen stammen. Das zu deponierende Material wird vor der Annahme und Verkippung durch den Abfallerzeuger untersucht und in die entsprechende Verwertungsklasse eingestuft.
Die angelieferten mineralischen Abfälle werden zudem einer Eigenkontrolle durch den Deponiebetreiber und einer Fremdkontrolle durch eine unabhängige Prüfstelle unterzogen.
Die Fremdüberwachung der Deponie beinhaltet die Sichtung und Kontrolle der Unterlagen des Deponiebetreibers, des bereits deponierten Materials im eingebauten Zustand als auch die Probenahme und Untersuchung des Grundwassers.

4. Abdichtung / Grundwasserschutz
Die geplante Deponie wird entsprechend der gesetzlichen Vorgaben eine Abdichtung gegenüber dem Untergrund, also eine Basisabdichtung und am Ende der Einlagerung eine Oberflächenabdichtung erhalten.
Die Abdichtungssysteme werden komplett geschlossen um den entstehenden Deponiekörper ausgeführt.  Die Basisabdichtung, bestehend aus der mineralischen Dichtung und der Kunststoffdichtungsbahn, verhindert ein Austragen von Schadstoffen oder Sickerwasser in den Untergrund bzw. in das Grundwasser. Die Oberflächenabdichtung wird abschnittsweise hergestellt und bewirkt u.a., dass kein Regenwasser in den Deponiekörper gelangt. Somit werden die verfüllten Abfälle nach allen Seiten von der Umgebung abgetrennt. Um sicher zu gehen, dass das Grundwasser durch den Betrieb unserer Deponie nicht beeinflusst wird, werden vorsorglich um die zukünftige Deponie drei Grundwassermessstellen errichtet. Das Grundwasser wird über diese Messstellen regelmäßig beprobt und untersucht.
Die Ergebnisse der Eigen- und Fremdüberwachung werden der Genehmigungsbehörde unaufgefordert vorgelegt und von dieser regelmäßig kontrolliert.


5. Verkehrsaufkommen / Betriebszeiten
Durch den Betrieb der Deponie wird sich das LKW-Aufkommen von momentan max. ca. 150 LKWs/Tag nicht erhöhen. Die Anlieferung der Abfälle wird über die außerhalb der Gemeinde liegende Verbindungstraße zwischen der BAB A3 und der Recyclinganlage Helmstadt, also der Würzburger Straße, erfolgen. Der Großteil der Anlieferungen zur Deponie erfolgt allerdings von der Recyclinganlage über eine Unterquerung des Feldweges.
Änderungen der Betriebszeiten und damit an den Arbeitszeiten werden sich ebenfalls nicht ergeben.

6. Aktueller Stand
Aktuell wurde der Antrag bei der Genehmigungsbehörde eingereicht. Diese leitet die Unterlagen an über 30 Träger öffentlicher Belange (Fachbehörden, Gemeinden, Naturschutzverbände, Vereine etc.) zur Stellungnahme weiter. Zusätzlich werden die Antragsunterlagen öffentlich in der Gemeinde ausgelegt.
Damit sich interessierte Bürger aus erster Hand informieren können, hat die Fa. Beuerlein im Bereich der geplanten Deponie einen Infocontainer aufgestellt. Dort werden die Rahmenbedingungen und Planungen dargestellt, in einem Film der Deponiebau präsentiert und häufig auftretende Fragen beantwortet. Der Container hat täglich von 7:00-20:00Uhr geöffnet.
Darüber hinaus steht die Fa. Beuerlein auch jederzeit persönlich für Rückfragen etc. zur Verfügung: Herr Bastian Kretzer telefonisch unter Tel.: 09381/8088-27 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit der Errichtung einer DK1-Deponie am Standort Helmstadt sehen wir eine ideale Möglichkeit, vorhandene Infrastrukturen zu nutzen und regional anfallende mineralische Abfälle vor Ort und auf kurzen Wegen zu entsorgen.


Bilder vom Infocontainer

  • 02
  • 03
  • 03_1
  • 04
  • 05
  • 06
  • 07
  • 08
  • 09
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14

Bilder: Bernd | © HelmstadtOnline